9. Klasse: Lernen lernen – richtig lernen – besser lernen – erfolgreich sein!

Das Geheimnis des Erfolges und das Training einzelner Module beschäftigten die SchülerInnen der 9. Klassen zwei ganze Tage lang. Die Klassenlehrerinnen Frau Fürst (9b), Frau Neumann (9a) und Frau Dr. Röder (9c) hatten ein vielfältiges Training konzeptioniert und durchgeführt. Fächer übergreifende Themen, z.B. wie man sich selbst motiviert und sich ein professionelles Zeitmanagement zurechtlegt oder wie man hochkonzentriert arbeitet, standen ebenso auf dem 6stündigen Stundenplan wie der Aufbau des Gehirns und wie es am besten arbeitet.

Der zweite Tag stand unter dem Leitspruch des Einübens von speziellen Arbeitstechniken für die nahende Oberstufe: Rhetorik und Stimmtraining, Formen der erfolgreichen Teamarbeit und verschiedene Textarbeitsmethoden wurden fleißig geübt.

Mir persönlich hat es Spaß gemacht an diesen zwei Tagen, denn ich habe an diesen Tagen äußerst motivierte und zielorientierte SchülerInnen noch näher kennen gelernt; das bestätigt das positive und differenzierte Feedback der SchülerInnen.

(Bettina Neumann, Klassenlehrerin Klasse 9a)

Klasse 9a macht Zeitung!

Das Hamburger Abendblatt stand im Mittelpunkt des Deutschunterrichts – sechs Wochen lang bekam die Klasse 9a es kostenlos geliefert. Da wurde vor allem gelesen (mit allem, was dazu gehört: Training zur Erhöhung der Lesegeschwindigkeit, Diagonallesen, skimming und scanning), recherchiert, selbst einmal erfahren, wie es ist, Reporter zu sein – mit Presseausweis und der Verpflichtung zum verantwortungsvollen Umgang mit Wort und Bild. Ein gemütliches Zeitungsfrühstück gehörte ebenso dazu wie das Schreiben von Artikeln und ein Besuch bei der Redaktion des Hamburger Abendblattes. Artikel einzelner SchülerInnen wurden abgedruckt im Abendblatt auf den Seiten von „Schüler machen Zeitung“.

(Bettina Neumann, Klassenlehrerin der 9a)

Folgende Themen beschäftigten das Redationsteam:

  • Denn im Süden von der Elbe …
  • 8-stufiges Gymnasium
  • „Die lange Reise des Jacob Stern“ – ein gutes Buch ?
  • “Ein Quantum Trost“- bester James Bond aller Zeiten ?
  • Schneller – der neue James Bond
  • HASPA-Berbungstraining für Schüler
  • Mädchen und Jungen trennen ?
  • Das Leben im Dorf
  • Proteste gegen Castor
  • Stadtteilschule in Hamburg ?

Individuelles Rechercheprojekt: Politik – Wie funktioniert das eigentlich?

von Mareike van Alen

Die Hamburgische Bürgerschaft lud 121 Jugendliche ein, eine Woche lang Politik auszuprobieren

Fast zufällig stieß ich auf die Einladung der Hamburgischen Bürgerschaft im Internet, sich bei ‚Jugend im Parlament’ zu bewerben. Jugendliche zwischen 15 und 21 Jahren können daran teilnehmen und in dieser Woche hautnah erleben, wie Politik gemacht wird. Ich bewarb mich. Ich hatte keine großen Hoffnungen, angenommen zu werden, denn ich bin mit meinen 15 Jahre noch an der unteren Altersgrenze und war mir sicher, nicht die Einzige zu sein, die sich bewarb. Doch circa einen Monat später hielt ich den Brief in der Hand, in dem mich die Hamburgische Bürgerschaft herzlich einlud, bei ‚Jugend im Parlament’ teilzunehmen.

Ich wurde also vom 23.-27.4.2007 von der Schule befreit und konnte teilnehmen. Ich habe mich sehr über diese Möglichkeit gefreut, denn Politik interessiert mich und ich hatte so die Möglichkeit herauszufinden, was mich in dem Berufsfeld Politik erwarten würde, falls ich mich dort später engagieren würde.

Als ich am Montag im Rathaus ankam, wurde ich erst mal aufgefordert, in einer Liste hinter meinem Namen zu unterschrieben und bekam ein Namensschild ausgehändigt, das ich von da an ständig tragen solle, damit das Sicherheitspersonal wisse, dass ich nicht unbefugt im Rathaus war. Alle Jugendlichen wurden dann in den Plenarsaal gerufen. Ich erkannte nur zwei Gesichter von meiner Schule wieder, der Rest war mir völlig fremd. Ich setzte mich zu drei anderen Mädchen, die ungefähr in meinem Alter und älter waren. Sofort entstand ein nettes Gespräch, ich habe mich ab diesem Zeitpunkt überhaupt nicht mehr fremd oder fehl am Platz gefühlt. Alle, die hier waren, waren so nett und offen. Ich baute im Laufe der Woche auch eine echte Freundschaft mit den drei Mädchen auf, zu denen ich mich am Anfang gesetzt hatte. Mit einer von ihnen hab ich immer noch engen Kontakt.

Das aufgeregte Geschnatter im Plenarsaal erstarb augenblicklich, als eine Frau und zwei Männer den Raum betraten. Es waren der Präsident der Hamburgischen Bürgerschaft Berndt Röder, Ulfert Kaphengst, der Öffentlichkeitsarbeitsbeauftragte und Kerstin Kuhlmann, der die Organisation von ‚JiP’ übertragen worden war. Sie alle hielten Reden, in denen sie uns herzlich begrüßten und organisatorisches vermittelten.

Anschließend wurde ein Präsidium gewählt, Ausschüsse zu abgestimmten Themen wurden gebildet und der Hauptteil der Veranstaltung begann.

In den nächsten Tagen arbeiteten wir fast ausschließlich in unseren Ausschüssen. Wir befragten Experten, Abgeordnete und schrieben Resolutionen. Es herrschte immer eine tolle und produktive Atmosphäre. Zwischendurch gab es auch große Diskussionen. Am Ende der Woche wurde dann über alle Resolutionen abgestimmt und Änderungsvorschläge eingebracht. Die fertigen Resolutionen wurden dann an den Präsidenten der Hamburgischen Bürgerschaft weitergegeben und werden in nächster Zeit in der Bürgerschaft diskutiert.

Zusätzlich zum normalen Ablauf konnte man im Rahmen von ‚JiP’ an ‚Jugend debattiert’ teilnehmen. Die ersten drei dieses internen Wettbewerbes fahren mit den Hamburger Gewinnern nach Berlin und unterstützen das hamburgische Team dort. Ich habe diese Möglichkeit genutzt und habe sogar den zweiten Platz belegt.

Ich bin sehr froh, dass ich an ‚JiP’ teilnehmen konnte. So habe ich tolle Erfahrungen gesammelt, viele neue Leute kennen gelernt und spannende Diskussionen miterlebt. Ich kann jedem, der sich für Politik interessiert empfehlen, sich bei ‚Jugend im Parlament zu bewerben!

Mareike van Alen