Lernbüro

Lernbüro

Montags bis mittwochs steht für die dritte Stunde „Lernbüro“ auf dem Stundenplan der 5b, 5d und 5e. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden in diesen Stunden selbst, für welches Fach sie arbeiten und welche Pflicht- und Wahlaufgaben sie auswählen – allein oder in der Gruppe, das dürfen sie meist selbst bestimmen.

Im Lernbüro soll die Selbständigkeit und die Fähigkeit zur Selbstorganisation gestärkt werden. So kann jedes Kind – in einem Rahmen, der die Mindestanforderungen sichert – seine eigenen Schwerpunkte setzen. Am Ende der Lernbüro-Woche wird die eigene Leistung reflektiert: „Welche Aufgaben habe ich bearbeitet? Habe ich geschafft, was ich mir vorgenommen habe? Was nehme ich mir für die nächste Woche vor?“ Den Schülerinnen und Schülern gelingt das – und das ist ganz normal – noch unterschiedlich gut. Eine beteiligte Kollegin kommentiert die Ergebnisse so: „Manche Schüler haben noch nicht so sorgfältig und genau gearbeitet, wie ich mir das wünsche. Aber ich habe einen sehr lebendigen Eindruck davon, wie meine Schüler arbeiten und sich organisieren. Das hat sonst viel länger gedauert.“

Im zweiten Modul des Schuljahres, das nach den Herbstferien begonnen hat, steht eine komplexe, fächerübergreifende Aufgabe auf dem Programm: „Wählt auf dem Schulhof einen Baum aus und stellt ihn mit einem Produkt eurer Wahl vor, so dass deine Mitschülerinnen und Mitschüler ihn wiederkennen!“ Das ist anspruchsvoll! Aber diese Aufgabe wird im Fachunterricht vorbereitet und begleitet: Es werden Strategien zum Lesen von Sachtexten erworben, das Beschreiben geübt, Fachkenntnisse z.B. zu Blattformen vermittelt, das Kartieren eine Geländes gelehrt, das Berechnen von Längen wiederholt,…

Das Erarbeiten von Aufgaben über die Fachgrenzen hinweg ist eine echte Herausforderung für die Planung und Absprache unter den Kollegen, aber ist es die Mühe wert!

Die Fachcurrcicula sind in allen Klassen gleich. Für den Schulerfolg der Schülerinnen und Schüler ist es nicht maßgeblich, ob es mit seiner Klasse an dem Pilotprojekt teilnimmt. Das Projekt wird sorgfältig evaluiert und die Schulöffentlichkeit über den Evaluations- und Arbeitsstand informiert.

Anna-Maria Imlau und Anne Pellan