Unsere Schule hat sich im Jahr 2009 nach Marion Gräfin Dönhoff benannt. Ihre Persönlichkeit steht für Unabhängigkeit, für konsequent gelebtes soziales und politisches Engagement und für eine wachsame und kritische Hal­tung gegenüber der Gesellschaft und politischen Strömungen. Gerade in einer Epoche unbegrenzter Freiheit wünscht sich Marion Gräfin Dönhoff Schüler, die „bereit sind, Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen, also nicht nur ans eigene Geld verdienen zu denken und zu meinen, für den Rest solle der Staat aufkommen.“ Und sie betont den Mut, den es erfordert, sich notwendigen Veränderungen zu öffnen und für sie einzustehen. Wir, Lehrer, Schüler und Eltern begreifen die Arbeit an unserer Schule als ei­nen gemeinsamen Prozess, der auf diesen Orientierungen basiert, und laden alle zur konstruktiven Mitarbeit ein.

Zitate unserer Namensgeberin:

„Vielleicht werden Sie mich fragen, was mir als geistige Einstellung für die Zukunft am wichtigsten erscheint. Ich denke, Sie müssen vor allem versuchen, tolerant zu sein – denn wer wirklich tolerant ist, der wird nicht in Hass verfallen und darum nicht versucht sein, Gewalt zu üben.“
Quelle: Marion Dönhoff, „Seid tolerant“, in „Die Zeit“, 2. Juni 1995

„Erstens Toleranz aus Vernunft; zweitens Staatsräson in der hierarchischen Gesellschaft und schließlich drittens – und vielleicht am wichtigsten-Loyalität ohne Willfährigkeit.“
Quelle: Haug von Kuenheim: Marion Dönhoff. Eine Biographie. Rowohlt.1999, S.127.

„Es gibt kein System, das eingeführt, keine Aktion, die gestartet werden könnte, um die notwendige Bewußtseinsveränderung hervorzubringen. Sie kann nur durch die Bürger selbst zustande gebracht werden. Eskommt wirklich auf uns an, auf jeden einzelnen von uns.“
(Aus der Dankesrede „Entfesselte Freiheit und Geld sind nicht genug“, die Marion Gräfin Dönhoff vom 25. August 1996 Dresden aus Anlaß der Verleihung des Erich-Kästner-Preises hielt)
Quelle: http://www.zeit.de/2008/10/Zivilisiert-den-Kapitalismus/seite-4

Die ersten beiden Zitate sind Teil einer Sammlung, welche Dr. Carolyn Klinker Anlässlich der Feierlichkeiten zur Umbenennung des Gymnasiums Willhöden in Marion Dönhoff Gymnasium am 14.07.2009 gesammelt und der Schulgemeinschaft präsentiert.

Das dritte Zitat wurde von Harm-Heye Kaninski für das Jahrbuch zum 125jährigem Schuljubiläum ergänzt, wo sie in dieser Zusammenstellung erschienen.