Ein Hauch von Nostalgie und Zukunftsvisionen lag heute in der Luft, als sich der 8. Jahrgang des Marion Dönhoff Gymnasiums in der schuleigenen Aula versammelte. Nach einem intensiven Trimester voller kreativer Arbeit war es endlich soweit: Die Schülerinnen und Schüler präsentierten die Ergebnisse ihrer Kunstwerkstätten zum übergeordneten Thema „Zeitreise“.

Die Spannung war greifbar, als sich der Jahrgang in der Aula versammelte. In Kooperation mit dem bewährten Team „Play“ der Musikschule Kathrin Klose und Lehrkräften des MDG haben die Jugendlichen drei Monate lang ästhetisch geforscht. Das Ergebnis war ein buntes Panorama der künstlerischen Ausdrucksformen:

Eigens erarbeitete Songs entführten das Publikum akustisch in vergangene Jahrzehnte, auf der Bühne wurden Theaterszenen und Tanzperfomences lebendig, die den Wandel der Zeit mal humorvoll, mal nachdenklich hinterfragten.In einer begleitenden Ausstellung zeigten Fotografien und Bilder die Ergebnisse der Arbeit in den letzten Monaten.Interessant waren die konstruierten Biografien fiktiver Persönlichkeiten, deren „Lebensspuren“ in künstlerisch gestalteten Boxen haptisch erfahrbar wurden. Was bedeutet „Ästhetisches Forschen“?

Hinter diesen vielfältigen Ergebnissen steckt ein besonderes pädagogisches Prinzip: das Ästhetische Forschen. Anders als im klassischen Fachunterricht geht es hier nicht um das lernen von Fakten. Vielmehr erkunden die Schüler:innen die Welt mit den Mitteln der Kunst.

Beim ästhetischen Forschen ist der Weg das Ziel. Die Jugendlichen stellen sich eine eigene Forschungsfrage – zum Beispiel: „Wie entstehen Erinnerungen?“ – und suchen die Antwort darauf durch Sammeln, Experimentieren, Fotografieren oder Musizieren. Es ist eine Verknüpfung von Alltagserfahrung, wissenschaftlicher Recherche und künstlerischer Produktion, die eigenständiges Denken und sinnliche Wahrnehmung schult.

Dass diese Form des Lernens am Marion Dönhoff Gymnasium so erfolgreich ist, kommt nicht von ungefähr. Das MDG arbeitet bereits seit vielen Jahren konsequent mit Künstlern verschiedener Genres zusammen. Durch diese Kooperationen bricht die Schule den gewohnten Unterricht auf und holt Impulse von außen direkt in den Schulalltag.

Der Werkstattunterricht ermöglicht es den Schülern, sich selbst als Gestalter zu erleben und ganz neue Talente an sich zu entdecken. Die „Zeitreise“ des 8. Jahrgangs war ein voller Erfolg und hat Spuren hinterlassen, die weit über den heutigen Tag hinausreichen.