In der Profiloberstufe wird das Seminarfach zweistündig in den jeweiligen Profilgruppen unterrichtet. Das Seminarfach dient dabei der Hinführung zum wissenschaftlichen Arbeiten, der Erschließung wissenschaftlicher Arbeitsmethoden und der Berufs- und Studienorientierung. Das Lernen im Seminar umfasst somit zwei Bereiche: die Wissenschaftspropädeutik und die Berufsorientierung. Das Fach dient damit der Zukunftsplanung und schließt an Kompetenzen an, die in der Sekundarstufe I zum Beispiel im Methodenlernen in den einzelnen Fächern und in den Maßnahmen zur Berufsorientierung erworben wurden, um sie mit neuen weiteren Fähigkeiten zu ergänzen, damit nach dem Schulabschluss eine reflektierte Zukunftsplanung getroffen werden kann.
Fächerübergreifend verbindet das Seminarfach inhaltliche und methodische Problemstellungen. Die selbstständige Beschaffung, Verarbeitung und Bewertung von Informationen zu einem bestimmten Themengebiet werden eingeübt. Fragestellungen der Profilfächer werden aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und reflektiert, damit vernetztes und problemlösendes Denken gefördert wird. Dabei ist es auch Aufgabe, die Schülerinnen und Schüler im Umgang mit den Tools der Künstlichen Intelligenz weiter vertraut zu machen und ein verantwortungsvolles Medienverhalten zu fördern. Ziel ist es dabei, nicht nur mit der KI generierte Fake-News zu erkennen, sondern auch den Funktionszusammenhang der KI basierten Textgeneratoren kreativ, reflektiert und zielgerichtet bewusst und gewinnbringend zu nutzen (z. B. effektive Prompts generieren, Ergebnisse bewerten, Dialoge führen).
Bereits in der Studienstufe haben die Schüler:innen über mehrere Jahre zum Beispiel in Praktika und Beratungen sich mit ihren Neigungen, Wünschen, Möglichkeiten und Perspektiven auseinandergesetzt, um selbstverantwortlich sich für ihren weiteren Bildungs- und Berufsweg, für eine Ausbildung in einem Studien- oder in einem Berufsfeld zu entscheiden. Dieser Prozess wird in der Studienstufe fortgesetzt, im Seminarfach verortet, um die Schülerinnen und Schüler am Ende ihrer schulischen Ausbildung in die Lage zu versetzen eine begründete Berufs- oder Studienwahlentscheidung zu treffen. Es werden Gründe thematisiert, die für eine Berufsausbildung, ein duales Studium oder ein Fachhochschul- bzw. Hochschulstudium sprechen und welche Anforderungen und beruflichen Perspektiven dabei bestehen. Dies wird auch in außerschulischen Unternehmungen zusammen mit Expertinnen und Experten erörtert (z. B. Job Shadowing, Kompetenz- und Partizipationsorientierung, Messebesuche, Besuche der Universitätstage und weitere auch optionale Angebote). Die Schüler:innen lernen, Berufsfelder zu erkunden, Anforderungen zu analysieren und ihre eigenen Wünsche und Kompetenzen in Beziehung zu möglichen Lebenswegen zu setzen.
Über die vier Semester der Studienstufe werden in den einzelnen Semestern folgende Schwerpunkte gesetzt:
